zur grünen woche…

…muss man höchstens nur alle zwei jahre. das haben wir am vergangenen samstag wieder mal festgestellt. es war schön, aber irgendwie kennt man alles schon. die fresshallen sind brechend voll und man kommt in versuchung, viel zu viel geld auszugeben, sei es für italienischen käse, belgische pralinen, französischen champagner oder berliner eis.

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die blumenhalle war wie immer schön gestaltet. dieses jahr wurde ein opernhaus nachgestellt. “innen” mit orchesterraum, loge, maske und garderobe, “außen” wurden gärten zu verschiedenen komponisten angelegt, die den charakter ihrer kompositionen wiedergeben.

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ansonsten gab es die üblichen garagentor-, terrassenfußboden- und überdachungstechniken und diverse weltneuheiten auf dem gebiet der fensterputzlappen (“die japaner kaufen keine mikrofaser mehr! warum kaufen die klugen japaner keine mikrofaser mehr? das frag ich sie!”), schuhputzmittel und astscheren. da es mehrere firmen dieser art gab, die auch noch mehrere stände in verschiedenen hallen hatten, kam ständig so ein déjà-vu-gefühl auf und ich verlor stellenweise die orientierung, weil ich nicht wusste ob es nun derselbe oder doch ein anderer typ war , der lautstark seine latextücher anpries.

die mv-halle hätte ich mir auch gern noch angesehen, aber wir waren schlichtweg k.o.; die tierhalle und die haushaltsgeräte (wahrscheinlich auch mit diversen weltneuheiten) haben wir uns auch erspart und nach einer gewissen hat man auch genug. genug stände, genug menschenmassen, genug rumgerenne. es hat uns dann einfach gereicht.

am sonntag waren wir noch im neuen museum und haben uns nofretete (und natürlich auch den rest) angesehen. es war schon interessant, aber historische museen sind irgendwie alle gleich. es war zwar größer und bedeutender, aber im grunde nichts anderes als das anklamer heimatmuseum. in einer vitrine schwerter, in der nächsten teller und krüge, dann besteck und schmuck und die allseits beliebten gürtelschnallen und fibeln. nach zwei bis drei stunden ist einem das auch über.

so verbrachte ich ein anstrnendes, aber doch sehr schönes wochenende und es tat gut, sich mal aus dem pausenlosen musikstudium auszuklinken.

Ein Gedanke zu “zur grünen woche…

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